SCHULE
Warum der Elternsprechtag so wichtig ist
Der Elternsprechtag hat bei vielen leider keinen guten Ruf. Schüler/-innen meiden diesen gerne, weil sie Angst haben, dass ihre Eltern etwas Negatives über sie erfahren. Erziehungsberechtigte können sich ebenfalls Besseres vorstellen, als Gespräche mit Lehrer/-innen zu führen. Sogar Lehrkräfte wollen diesen Tag schnell hinter sich bringen, da sie beispielsweise an dem Tag länger arbeiten müssen. Doch es hilft ja alles nichts. Für die Schullaufbahn eines Kindes ist dieser Tag enorm wichtig!
16 Gründe, warum der Elternsprechtag so wichtig ist:
- Hier haben Erziehungsberechtigte die einmalige Gelegenheit mit den Lehrer/-innen Ihres Kindes zu sprechen.
- Sie lernen die Lehrkräfte kennen und können sich ein eigenes Urteil bilden.
- Sie können Ihr Kind noch besser verstehen.
- Sie erfahren, wie sich ihr Kind außerhalb der Familie verhält.
- Sie erfahren den Notenstand in allen Fächern.
- Beim Klassenlehrer erfahren Sie alles, was für Sie im Bereich Schule wichtig ist. Zum Beispiel, wann Klassenarbeiten anstehen, wo Förderbedarf ist, ob es schulische Probleme gibt, uvm.
- Sie erfahren, welche Noten Ihr Kind benötigt, um seinen Wunschabschluss zu erzielen und wie es dahin kommt.
- Sie können über individuelle, schulische Probleme Ihres Kindes sprechen und diese lösen.
- Bei eventuellen Defiziten können Sie ein Gespräch mit dem Fachlehrer aufsuchen.
- Sie können sich beim Fachlehrer Tipps holen, wie ihr Kind sich verbessern könnte.
- Sie erfahren Sachen, die Ihnen Ihr Kind ungern erzählen möchte. Z. B. dass es etwas Verbotenes gemacht hat oder ein bestimmtes Heft noch vervollständigen muss.
- Alle Lehrkräfte werden sofort einen positiven Eindruck von Ihnen bekommen, da sie sehen, dass Sie sich um die schulische und berufliche Zukunft Ihres Kindes bemühen.
- Die Schüler/-innen bekommen eher die Chance einer Nachprüfung, wenn diese von Nöten ist.
- Die Lehrkräfte arbeiten bei Problemen mit Ihnen zusammen und helfen.
- Bei Zeugniskonferenzen wird darauf geachtet, ob die Eltern sich um die schulischen Belange Ihres Kindes kümmern, so dass diese eher nicht sitzen bleiben, wenn sie zwischen den Noten ausreichend und mangelhaft stehen.
- Sie werden Ihr Kind ein Stück weiter zum gewünschten Schulabschluss führen!
Fazit: Bitte gehen Sie aus Liebe zu Ihrem Kind zum Elternsprechtag! Es wird sich auf jeden Fall lohnen! Überlegen Sie sich vorab Fragen, die Ihnen wichtig sind. Anschließend erhalten Sie hilfreiche Antworten von den Lehrkräften.
4 geeignete Fragen am Elternsprechtag:
- Wie ist der Notenstand meines Kindes?
- Wie ist das Sozialverhalten meines Kindes?
- Hat mein Kind schulische Probleme / Defizite / Auffälligkeiten?
- Wie kann ich meinem Kind helfen?
*Irrtümer vorbehalten.
© D. Kolm
Schulische Kompetenzen müssen gefördert werden, um im späteren Berufsleben erfolgreich zu sein! Da diese Kompetenzen so wichtig sind, wurden sie bereits von den Kultusministern in den Kernlehrplänen verankert. Zu den Kompetenzen zählen: die Fachkompetenz, die Methodenkompetenz, die Sozialkompetenz und die Selbstkompetenz. Im Folgenden werden die einzelnen Kompetenzen näher erläutert.
Fachkompetenz
Sie bezeichnet die fachliche und inhaltliche Kompetenz in allen Schulfächern. Die Fachkompetenz ist von Schüler/-innen der 1. bis 13. Klasse zu erwerben. Sie wird durch die intensive Erarbeitung, Wiederholung und Aufarbeitung von Lernstoff vor Klausuren, Klassenarbeiten, Tests, mündlichen Prüfungen und Abschlussprüfungen erworben.
Fachkompetenz im Fach Mathematik:
Die Fachkompetenzen werden hier nochmals in prozessbezogene und inhaltsbezogene Kompetenzen unterteilt.
Zu den prozessbezogenen Kompetenzen gehören:
Argumentieren/Kommunizieren (z. B. Lösungswege finden und präsentieren), Problemlösen (Probleme erfassen, erkunden und lösen), Modellieren (die Realität in Modellen erstellen und nutzen) und Werkzeuge (der richtige Umgang mit dem Taschenrechner, Geodreieck, Zirkel, Parabel, aber auch Medien, wie zum Beispiel Excel und GeoGebra,…).
Zu den inhaltsbezogenen Kompetenzen zählen:
Arithmetik/Algebra (die Grundrechenarten inklusive Variablen, Terme, Gleichungen,…), Funktionen (lineare, quadratische, exponentielle, höhere Grade,…), Geometrie (Strecken, Flächen, Körper, Vektorrechnung,…) und Stochastik (Statistik, Laplace, Baumdiagramme, Pfadregeln, Erwartungswerte, Vierfeldtafeln,…).
Fachkompetenz im Fach Deutsch:
Zu den Kompetenzerwartungen des Faches Deutsch zählen laut Kernlehrplan des Landes NRW die Bereiche: Sprechen und Zuhören (Hörverstehen, Wortgewandtheit, Erörterungen, Debatten, Dialoge,…), Schreiben (Grammatik und Rechtschreibung, eigene Texte verfassen, Märchen, Interpretationen/Analysen,…), Lesen und der Umgang mit Texten sowie Medien (verschiedene Lektüren (Romane, Komödien, Apps aus dem Internet (Vor- und Nachteile),…), Reflexion über Sprache (Jugendsprache, Umgangssprache, rhetorische Mittel, Anglizismen,…).
Fachkompetenz im Fach Englisch:
Die fachbezogenen Kompetenzen werden laut dem Kernlehrplan für das Fach Englisch, des Landes NRW, nochmals in folgende Kompetenzen gegliedert:
- interkulturelle Kompetenzen (Orientierungswissen, Werte, Haltungen, Einstellungen, Handeln in Begegnungssituationen)
- kommunikative Kompetenzen (Hörverstehen, Sprechen, Leseverstehen, Schreiben, Sprachmittlung, …)
- methodische Kompetenzen ( Hör- und Leseverstehen, Sprechen und Schreiben, Umgang mit Texten und Medien
- selbstständiges und kooperatives Sprachenlernen (Dialoge,…),Verfügbarkeit von sprachlichen Mitteln und sprachlicher Korrektheit (Aussprache und Intonation, Wortschatz, Grammatik, Orthographie).
Methodenkompetenz
Die Methodenkompetenz bezieht sich auf das methodisch-strategische Lernen. Sie bezeichnet die Kompetenz in verschiedenen Methoden und Lernstrategien, welche beim Lernen helfen. Allerdings ist wichtig zu erwähnen, dass Methoden, die im Unterricht genutzt werden, teilweise nicht alleine umgesetzt werden können, wenn es beispielsweiseum Partner- oder Gruppenarbeit geht.
Es gibt unendlich viele Methoden, weil auch immer wieder neue hinzukommen. Hier ist eine kurze Auswahl der gängigsten Methoden (ohne Bewertung, da jeder einen anderen Lerntyp hat und mit einer Methode besser oder schlechter zurecht kommt, als jemand anders) aufgelistet.
35 hilfreiche Lernmethoden
- Bildbeschreibung: Hier wird das Aussehen eines Bildes ohne Wertung oder Analyse beschrieben.
- Vergleiche: Gemeinsamkeiten und Unterschiede werden herausgearbeitet, um einen Sachverhalt in Kategorien einzuteilen und sein Wissen zu vernetzen
- Pro- und Contra-Debatte: alle Argumente für oder gegen ein Thema werden aufgelistet, analysiert und debattiert.
- Steckbrief: Zu einem Oberbegriff wird ein Steckbrief erstellt. In Mathematik können das z. B. Körper sein (Wie viele Ecken, Kanten und Seiten hat ein Quader?), in Deutsch könnte die Figur einer Lektüre charakterisiert werden (Aussehen, Merkmale, Charakter), in Englisch könnten Gegenstände mit englischen Vokabeln beschrieben werden, die zu erraten sind (What is yellow, big and round? The sun is yellow, big and round)
- Puzzle: Hier gibt es verschiedene Arten, wie z. B. das allgemeine Puzzle, indem ein Bild vervollständigt wird, ein Domino (z. B. wird in Mathematik eine Aufgabe mit der dazugehörigen Lösung verbunden), in dem immer zwei gleichwertige Zustände zusammenpassen, ein Trimino, in dem mehrere Sachverhalte zusammenpassen (z. B. Bildung, Signalwörter und Anwendung der englischen Zeitformen)
- Diktate: Drehdiktat: Ein Text wird entweder Satz für Satz gelesen und aus dem Gedächtnis aufgeschrieben oder der Text wird mit oder ohne Satzzeichen von jemand anderen diktiert.
- Interview: Entweder wird ein Experte zu einem Thema eingeladen und befragt oder die Schüler befragen sich selbst (z. B. Name, Alter, Schule, Interessen auf Englisch)
- Briefe schreiben: Die größeren Schüler lernen Bewerbungen zu schreiben, kleinere Kinder schreiben Briefe an Freunden. Über Bücher oder Filme kann ein Lerntagebuch erstellt werden.
- Lückentexte: Diese Methode wird meistens im Englischunterricht angewendet, wenn es um die Grammatik geht.
- Schrittweise-Lesemethode: Bei dieser Methode lernen Schüler gezielt richtiges Lesen. Sie sollten beispielsweise erst einmal einen Text überfliegen, um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen. Im zweiten Lesegang wird der Text strukturiert. Es werden inhaltliche Absätze gebildet. Den Absätzen werden Überschriften zugefügt. Wichtige Wörter und Schlüsselwörter werden in verschiedenen Farben markiert. Unbekannte Wörter werden nachgeschlagen.
- Geschichten schreiben oder zu Ende erzählen: Um seine eigene Rechtschreibung und Grammatik im Deutschen oder in Fremdsprachen zu verbessern, ist es ratsam, des öfteren Geschichten über ein selbst erdachtes Thema zu schreiben. Zudem kurbelt dies die Fantasie an und erzeugt eine Art der Entspannung.
- Collagen: Aus Zeitschriften können Bilder zu einem bestimmten Thema herausgeschnitten und aufgeklebt werden.
- Comic: Schüler erzählen eine Lektüre als Comic nach.
- Blitzlicht: Kurze Abfrage der Schüler, zu einer bestimmten Frage.
- Telefonieren: Hilft den Schülern im späteren Berufsleben. Leider wird vermehrt festgestellt, dass viele Kinder nicht mehr richtig telefonieren können, sondern nur noch smsen.
- Quiz: Ein Frage- Antwort-Spiel kann zu verschiedenen Themen und auf unterschiedlichen Arten gespielt werden.
- Kreuzworträtsel: eignet sich besonders, um neue Begriffe zu lernen.
- ABC-Liste: Bei der Einführung eines neuen Themas versucht jeder ein Wort nach dem Alphabet zu diesem Thema zu nennen.
- Karteikarten: eignen sich hervorragend zum Lernen und um Lernstoff aufzuarbeiten und zu wiederholen.
- Fundamentum versus Aditum: Zuerst wird das Wichtigste gelernt und danach die Einzelheiten, also das Unwichtigere oder umgekehrt.
- Bilder malen: Helfen Schülern wichtige Textstellen im Gedächtnis zu behalten, wenn sie visuelle Lerntypen sind.
- Think-Pair-Share: Zuerst erarbeitet jeder Schüler seine eigene Aufgabe, dann bespricht er diese mit seinem Partner und am Ende setzen sich zwei Paare zusammen, um evt. noch Weiteres festzustellen oder auszuschließen.
- Kooperatives Lernen: Hier helfen sich Schüler gegenseitig, lernen miteinander und voneinander.
- Individuelles Lernen: diese Methode ist zum selbstständigen Lernen vor Klassenarbeiten geeignet. Z. B. wird noch einmal alles wiederholt, was nicht richtig verstanden oder wieder vergessen wurde.
- Tandemarbeit: Zwei Schüler bearbeiten aufeinander abgestimmte Aufgaben, wobei der Andere bereits die Lösung seines Partners vorgegeben hat, so dass sich beide gegenseitig kontrollieren können.
- Lerntempoduett: Schüler bearbeiten Aufgaben. Wer als erstes fertig ist, darf seine Aufgabe mit der Musterlösung vergleichen und wenn diese richtig ist, den anderen Schülern helfen.
- Dialoge: Zwei Schüler reden über ein bestimmtes Thema. Diese Methode wird bei mündlichen Englisch- Prüfungen angewendet.
- Gruppenpuzzle: Vier Schüler bekommen einen Arbeitsauftrag mit Teilaufgaben, wovon jeder eine Teilaufgabe löst. Nach einer bestimmten Zeit vergleichen alle ihre Lösungen miteinander.
- Placemat: Eine Gruppe von Schülern bekommt ein Blatt zu einem Thema oder einer Fragestellung. Jeder erhält seinen Bereich auf dem Blatt, um seine eigene Meinung aufzuschreiben. Danach wird das Blatt mehrmals gedreht, so dass jeder die Meinung des anderen lesen kann und schriftlich seine eigenen Kommentare hinzufügen kann. Am Ende einigen sich alle auf ein Ergebnis.
- Stationenlernen: Die Schüler lernen an Pflicht- und Wahlstationen ein Thema mit verschiedenen Sinnen und verschiedenen Unterthemen kennen. Z.B. Im Deutschunterricht wird eine Geschichte an einer Station gelesen, an der anderen Station ein mögliches Ende geschrieben, an der dritten Station finden sich Schüler, die es als kurzes
- Theaterstück den anderen vorführen möchten, an einer weiteren Station wird ein Bild zur Geschichte gemalt oder ein Comic gezeichnet, uvm.
- Brainstorming: Zu einem bestimmten Thema wird einmal wahllos alles aufgeschrieben, was einem dazu einfällt.
- Mind Map: Das ist die geordnete Übersicht zu einem Oberbegriff mit ganz vielen Unterbegriffen und weiteren Unterteilungen. Das Mind Map lässt sich farblich oder mit Symbolen gestalten und eignet sich hervorragend zum Lernen.
- Persönliche Arbeits- und Lernhefte (PAUL): Hier wird ein Din A4 Blatt so gefaltet, dass daraus ein kleines Heft entsteht. Die Schüler schreiben dann eine Art Steckbrief zu einem bestimmten Thema. (Z. B. im Mathematikunterricht kann auf der ersten Seite das Wort Würfel stehen, auf der zweiten Seite wird er gezeichnet, auf der dritten Seite sind alle seine Eigenschaften vorhanden, auf der vierten Seite befinden sich dazu passende Formeln für die Oberfläche und das Volumen, anschließend folgen Beispielaufgaben. So können die Kinder zu einem Oberthema ganz viele kleine Lernhefte sammeln und am Ende besser lernen.
- Projektarbeit: Das ist ein fächerübergreifendes und / oder klassenübergreifendes Thema, welches ausführlich besprochen und aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet wird.
- Lernspiele: Hier gibt es unendlich viele z. B. im Englischunterricht: Simon says, im Mathematikunterricht: Eckenrechnen, im Deutschunterricht: Schreibdedektive
Wie sich erkennen lässt, gibt es unendlich viele Methoden und Strategien, um erfolgreich zu lernen.
Sozialkompetenz
Die Sozialkompetenz wird auch als sozial-kommunikatives Lernen bezeichnet. Die Kompetenz wird vor allem im Gruppenunterricht, aber auch im Einzelunterricht gefördert. Besonders introvertierte Schüler/-innen, welche sich im normalen Schulalltag eher ruhig verhalten, profitieren hiervon. Sie lernen soziale Kontakte zu Gleichaltrigen aufzubauen, aber auch den Lehrern Fragen zu stellen, ohne dass sie Angst haben müssen, von anderen ausgelacht zu werden. Hier haben sie die Chance ihr Selbstbewusstsein aufzubauen, indem sie mit anderen kommunizieren, eigene Meinungen austauschen und gemeinsam Problemlösestrategien erörtern.
Die Förderung der Sozialkompetenz ist ein enormer Vorteil, da diese im weiteren Leben und vor allem im Beruf (Teamwork (gemeinsames Arbeiten in der Gruppe, jeder stärkt die Gemeinschaft, indem er nach seinen Fähigkeiten einen Teil dazu beiträgt) benötigt wird.
Selbstkompetenz
Selbstkompetenz wir als affektives Lernen bezeichnet. Mit der Selbstkompetenz ist die Kompetenz der Schüler/-innen zu ihrem eigenen Lernverhalten gemeint. Hier lernen sie:
- Konzentrationsschwierigkeiten abbauen (das ist besonders für Schüler/innen mit AD(H)S sehr wichtig), Stressbewältigung (anhand verschiedener Methoden lernt jeder gezielt, wie seine eigene Zeit perfekt gemanagt wird, um genug Freizeit , aber auch Lernzeit zu haben),
- Angstbeseitigung (vor Klassenarbeiten, Tests,…),
- Ordnung halten (das ist sehr wichtig, damit ein reibungsloses Lernen, ohne z. B. vorher seine Materialien suchen zu müssen funktioniert) und vor allem wieder Spaß am Lernen, weil gute Noten erzielt werden.
Zusammengefasst lässt sich sagen, dass alle schulische Kompetenzen gefördert werden müssen, um im späteren Berufsleben erfolgreich zu sein. Denn ohne das nötige Fachwissen kann niemand seine Arbeit korrekt ausüben. Ohne einer gewissen Methodenkompetenz kann sich kaum jemand Wissen aneignen, obwohl es in unserer Gesellschaft ein lebenslanger Prozess ist, da wir immer wieder Neues lernen müssen. Die Sozialkompetenz ist ausschlaggebend für ein ausgezeichnetes Betriebsklima und die Selbstkompetenz fördert jeden einzeln, im Leben noch erfolgreicher zu sein.
Quellen: Die Kernlehrpläne des Landes NRW, unter: https://lehrplannavigator.nrw.de
© D. Kolm
LERNEN
1. Lerntipps für bessere Noten in der Schule*
Arbeitsplanung und Organisation
9 stressfreie Tipps für bessere Noten:
- Eigenes Arbeitszimmer aufräumen: Materialien bereitstellen: Füller mit Tinte, Bleistift angespitzt, Taschenrechner, Anspitzer, Radiergummi, Tintenkiller, Lineal, Geodreieck, Parabelschablone (ab Klasse 9), Buntmalstifte, Filzstifte, Locher, Textmarker, Schere, Büroklammern, Kleber, Tesafilm, „Post-it“ Zettel, Zirkel, Schmierpapier, Schülerduden, Schülerlexikon, Diktiergerät, Ablagekästen in verschiedenen Farben, (PC, Drucker)
- Für jedes Unterrichtsfach eine Farbe anlegen (meistens bereits von der Schule vorgegeben). Zum Beispiel für Mathematik alle Schnellhefter, Hefte, Buchumschläge in rot, für Deutsch gelb, für Englisch blau usw.
- Lege dir ein Regal oder eine Ecke für die Schule an, in der du eine Ablagefläche für jedes Fach hast.
- Bastel dir einen Zeitplaner mit: Stundenplan, Kalender, Tagesplan mit Post-it-Blättern
- Kaufe dir ein Hausaufgabenheft für: alle Hausaufgaben, Klassenarbeitstermine, Thema der Klassenarbeit, persönliche Termine oder schreibe es in eine APP
- Gesamtplanung: den Lernstoff aller Fächer sammeln, in Fächer einteilen, nach Fälligkeit einteilen, den Stoff für ein Fach einteilen, z. B. nach Regeln, Übungen, Grammatik usw.
- Lernplan entwickeln
- UNTERRICHT UND HAUSAUFGABEN NUTZEN!:Tagesplanung: Leichte Übungen zuerst, danach schwerere, abwechselnd mündliche und schriftliche Aufgaben, Zeit einschätzen und planen, Pausen nehmen (nach einer Stunde lernen 5 Minuten Pause, nach längerem Lernen ab zwei Stunden mindestens eine viertel Stunde Pause)
- Heftführung: immer an der gleichen Stelle anfangen, Datum am Rand, Thema, Tafelmitschrift, Hausaufgaben, evt. wichtige Notizen
- Nicht so viele Einsetzübungen machen, sondern höchstens eine zum Aufwärmen
- Aufgabenstellung richtig lesen!
- Es ist sinnvoll sich die Aufgabenstellung zu übersetzten, um sie besser zu verstehen
- Zu jeder Lektion gibt es meistens einen Text zum Lesen, indem grammatische Beispiele versteckt sind. Diese kann man suchen und aufschreiben, falls beispielsweise ein Lückentext mit diesem Satz in der Klassenarbeit auftaucht.
- Bei Texten mit Dialog oder verschiedenen Sprechern kann auch mit Freunden gelernt werden. Das fördert die Motivation und bereitet mehr Spaß
- Lehrbuchtexte können zuerst wörtlich übersetzt und erst danach in die deutsche Grammatik integriert werden.
- Die Tenses wiederholen! (englische Zeitformen)
- Vokabeln und unregelmäßige Verben üben und wiederholen
- Karteikarten mit zwei Seiten: auf der einen steht das englische Wort und auf der anderen ist das Wort gemalt (Flower = Blume); Karteikarten mit zwei Seiten: auf der einen steht das englische Wort und auf der anderen das englische Wort auf Englisch umschrieben (dog = an animal); Karteikarten auf denen die englischen Wörter stehen, die dann an den jeweiligen Gegenstand zu Hause geklebt werden (cup = Tasse)
- Texte oder Diktate werden am besten geübt, wenn diese zuvor auf einem Diktiergerät aufgenommen werden und anschließend auswendig gelernt werden
- Regeln lernen, indem sie auf Karteikarten geschrieben werden und auf der Rückseite ein Beispiel und eine Erläuterung zu der Regel steht.
- Regeln anwenden (zum Beispiel bei dem Bruch ½, eine Torte in 2 Teile teilen)
- mehrmals verschiedene Aufgaben ÜBEN (wenn vorhanden, Lösungen vergleichen)
- Übersichtliche Schreibweise, aufschreiben, was gesucht und was gegeben ist, Planskizze, Zahlen ordentlich schreiben (Einer unter Einer, Zähler über Nenner, Exponenten über Basen, usw.)
- Nebenrechnungen auf einem extra Blatt
- Gegeben, gesucht, evt. Planskizze, bei Textaufgaben (Frage-Rechnung-Antwort), Formel aufschreiben, Zahlen einfügen, ausrechnen
- Den vollständigen Rechenweg aufschreiben
- Zwischenergebnis einmal unterstreichen
- Gesamtergebnis doppelt unterstreichen oder farbig
- Maßeinheiten am Ende der Lösung hinschreiben
- Bei Textaufgaben immer einen Antwortsatz mit Lösung schreiben
10 Schritte für eine gute Deutsch-Klassenarbeit
- Die 5-Schritt-Lesemethode anwenden (wird in unserem Kompetenzkurs Lerncoaching genau erklärt): Text einmal durchlesen und alle Wörter im Duden oder Lexikon (/Internet) nachschlagen, die unbekannt sind. Fasse in einem Satz den Inhalt des Textes zusammen. Lese den Text noch einmal und teile ihn in Abschnitte, denen du Überschriften gibst, welche zum Inhalt des Abschnittes passen. Nach dem dritten und somit letzten Mal durchlesen, achte auf die Wortwahl, Satzbau, Grammatik, usw.
- Aufsätze vorbereiten: alle Informationen zu verschiedenen Aufsatztypen auf Karteikarten schreiben, schreibe dir bestimmte Textmerkmale auf, Stoffsammlung (z. B. bei Erörterungen), schreibe zunächst alles auf, was dir zu diesem Thema einfällt, ordne es (in Pro und Kontra); Aufbau: a) Einleitung: kurzer Einleitungssatz, der kurz das Thema beschreibt b) Hauptteil: W-Fragen: Was ist geschehen? Wer sind die handelnden Personen? Wann und wo ist es passiert? Wie genau sind die Zusammenhänge? Was ist der Zweck und was ist das Ziel? Wieso / weshalb / warum ist es geschehen? c) Schluss: Zusammenfassung/Resümee/…
- Für einen stimmungsvollen Aufsatz ist es ratsam Karteikarten mit Adjektiven, Verben, Adverbien, Nomen usw. aufzuschreiben
- Gliederung: Bevor die Arbeit geschrieben wird, ist es wichtig, diese in kurzen Stichworten mit einem „roten Faden” zu gliedern.
- Bilde nach jedem Textabschnitt einen kurzen Überleitungssatz. Das macht das Lesen flüssiger und jeder weiß, worüber der nächste Abschnitt handelt.
- Achte auf deine Rechtschreibung!
- Achte auf die Grammatik (Satzbau etc.)
- Achte darauf, dass du nicht ständig Wörter wiederholst, sondern suche alternative Wörter (Synonyme).
- Nutze verschiedene Satzeinleitungswörter (Außerdem, Zudem, Darüber hinaus,...)
- Wenn dir noch Zeit bleibt, korrigiere deinen Text auf mögliche Fehler.
10 wertvolle Tipps vor jeder Klassenarbeit / Klausur oder Prüfung
- Spickzetteltechnik (NICHT WIRKLICH SPICKEN!) / Zusammenfassung: Schreibe die wichtigsten Dinge oder die Sachen die du dir nicht so leicht merken kannst auf einem Blatt Papier. Dabei ist es sinnvoll alles in einer bestimmten Reihenfolge zu ordnen. Dieses Blatt kannst du dir vor der Klassenarbeit noch einmal anschauen. Wichtig dabei ist, dass du möglichst keine ganzen Sätze schreibst, sondern Stichworte, um dir alles besser merken zu können, da es so weniger Wörter sind.
- Fange rechtzeitig mit dem Lernen an!
- Lerne nicht erst einen Tag vor der Arbeit!
- Passe im Unterricht auf!
- Notiere dir alles was auf der Tafel steht!
- Notiere dir alles Wichtige!
- Mache immer deine Hausaufgaben!
- Vergleiche deine Hausaufgaben mit den Lösungen aus der Schule!
- Das Gehirn behält am besten: 90 % was man selber macht, 70 % selber sagt, 50 % hört und sieht, 30 % nur sieht, 20 % nur hört, 10 % einmalig liest (nutze dieses Wissen, indem du beispielsweise einen Text selbst sprichst, etc.)
- Ordnung halten: Zeitpläne erstellen, im Unterricht aufpassen und mitmachen, bei möglichen Fragen sich immer trauen, den Lehrer um Hilfe zu bitten, mmer pünktlich zum Unterricht erscheinen und sich vorbildlich verhalten, Lernstoff kontinuierlich üben und wiederholen, Vokabeln lernen, Formeln, Regeln und Merksätze lernen, alten Lernstoff wiederholen
☺VIEL ERFOLG!!!☺ => Wendet unsere Lernmethoden und Lernstrategien an! Diese lernt ihr im Kompetenzkurs: Lerncoaching
Stand: 15.06.2026
© D. Kolm
PRÜFUNGEN
LERNT FÜR DIESE PRÜFUNG! WENN IHR KEIN ABI MACHT, MÜSST IHR EUCH EVTL. EUER GANZES LEBEN LANG MIT DEM 10-ER ABSCHLUSSZEUGNIS BEWERBEN!⚠️
Wann und wo?
Die Zentrale Prüfung 10 (ZP 10) wird am Ende der 10. Klasse geschrieben. Die Prüfungen finden meistens Anfang bis Mitte Mai statt. Ja genau, die Prüfungen! Hier wird in jedem Hauptfach, also Mathematik, Deutsch und Englisch jeweils eine schriftliche Prüfung geschrieben. Die Prüfung heißt Zentrale Prüfung, weil sie an allen Schulen in NRW gleichzeitig stattfindet. So haben alle Schüler (w/m/d) die gleiche Chance, die Prüfung zu absolvieren.
Für wen?
Die Prüfung wird an Haupt-, Real-, Gesamtschulen und Gymnasien geschrieben. Allerdings gibt es genauer betrachtet zwei verschiedene Prüfungsvarianten. Eine ist für leistungsschwächere Schüler (w/m/d), die an einer Hauptschule oder Gesamtschule (im Grundkurs) den Hauptschulabschluss (HSA) anstreben. Die andere Prüfungsvariante ist für leistungsstärkere Schüler (w/m/d), die an einer Realschule / Gesamtschule (in einem Erweiterungskurs) / Gymnasium den Realschulabschluss (Mittlere Reife / Fachoberschulreife / Fachoberschulreife mit Qualifikation), also den Mittleren Schulabschluss (MSA) anstreben.
Benotung
Auf dem Abschlusszeugnis werden die Abschlussschüler (w/m/d) zu 50 % vorbenotet. Darunter zählen die bisherigen Leistungen aus dem 2. Schulhalbjahr. Die anderen 50 % erhalten die Prüflinge (w/m/d) durch ihre Noten aus der Zentralen Prüfung.
Bedeutung
Interessant zu erwähnen ist, dass die Prüfung damals noch ZAP 10, also die Zentrale Abschlussprüfung 10 genannt wurde. Doch da sie nicht zu 100 % der Gesamtnote entspricht, wird sie heute nur noch Zentrale Prüfung 10 (ZP 10) genannt. Zudem werden alle Schüler (w/m/d) in NRW gleichzeitig geprüft, damit auch indirekt ein Vergleich der Lehrleistung der einzelnen Lehrpersonen stattfindet und gesehen wird, wie weit jede Lehrkraft mit dem Lernstoff vorangekommen ist.
Prüfungsinhalte der 3 Kernfächer (Mathematik, Deutsch und Englisch)
Im Fach Mathematik wird das gesamte Schulwissen vom 5. bis 10. Schuljahr abgefragt, da der Lernstoff in jedem Schuljahr auf bisheriges Wissen aufbaut.
Teil 1 der Prüfung: Das Basiswissen, also das Wissen vom 5. bis 8. Schuljahr wird in 30 Minuten Basisaufgaben, wie zum Beispiel Kopfrechenaufgaben abgefragt. Hier dürfen die Prüflinge (w/m/d) keine Hilfsmittel, wie exemplarisch den Taschenrechner oder die Formelsammlung nutzen.
Im 2. Teil der Prüfung wird das Wissen vom 9. bis 10. Schuljahr mithilfe einer Formelsammlung und eines Taschenrechners in komplexen Aufgaben (Textaufgaben) geprüft. Zu den allgemeinen Themen zählen Funktionen, Algebra, Arithmetik, Stochastik (Statistik) und Geometrie. Die Prüfung dauert insgesamt 120 Minuten, wobei der Basisteil 30 Minuten und der 2. Teil der Prüfung 90 Minuten dauert.
Im Fach Deutsch wird indirekt auch das gesamte Schulwissen abgefragt, da das Lernen von Rechtschreibung, Grammatik und das Kennen verschiedener Textsorten einen lebenslangen Lernprozess darstellt. Die Prüfung besteht ebenfalls aus zwei Teilen.
Im ersten Teil wird das Leseverstehen der Schüler (w/m/d) geprüft. Hier erhalten sie einen Text, den sie lesen müssen und dazu Fragen beantworten müssen. Dies geschieht entweder durch Ankreuzaufgaben (Multiple Choice) (mehrere Antworten können richtig sein) oder offene Fragen, die in ganzen Sätzen beantwortet werden sollten.
Im zweiten Prüfungsteil, dem Schreibteil, dürfen die Jugendlichen sich aussuchen, ob sie entweder einen Text analysieren oder einen informativen Text schreiben. Erfahrungsgemäß wählen die meisten Schüler (w/m/d) den informativen Text, da sie hier nur einzelne Texte aus verschiedenen Quellen zu einem Gesamttext zusammenfassen sollten. Oder sie wählen die Textanalyse. Hier können sie entweder einen Text analysieren oder zwei Texte miteinander vergleichen und analysieren. Als Textsorte wird beispielsweise der Roman, die Erzählung oder das Gedicht verwendet. Für diesen Teil der Prüfung haben die Prüflinge 120 Minuten Zeit, für das Leseverstehen des ersten Teils 30 Minuten, also insgesamt 150 Minuten für die Gesamtprüfung im Fach Deutsch.
Im Fach Englisch wird ebenfalls das gesamte Wissen der vergangenen Schuljahre abgefragt, indem die Schüler (w/m/d) die Vokabeln, unregelmäßigen Verben, Zeiten und die Grammatik beherrschen müssen. Genauer gesagt ist die Prüfung hier auch in zwei Teile eingeteilt.
Der erste Prüfungsteil besteht aus dem Hörverstehen. Hier hören die Prüflinge einen Text, zu dem sie im Anschluss Fragen beantworten müssen. Dies können Ankreuzaufgaben (Multiple Choice) (mehrere Antworten sind möglich), aber auch offene Fragen sein, die sie in ganzen Sätzen auf Englisch beantworten müssen. Zudem kann es einen Lückentext geben oder sie müssen Informationen richtig zuordnen können. Wichtig ist, immer genau die Aufgabenstellung zu lesen. Der erste Prüfungsteil dauert 20 Minuten.
Im zweiten Prüfungsteil wird das Leseverstehen, der Wortschatz und das Schreiben geprüft. Nun lesen die Schüler (w/m/) einen Text, zu dem sie Ankreuzaufgaben (Multiple Choice) oder offene Fragen zum Text beantworten müssen. Natürlich kann es auch einen Lückentext zum Text geben, um das Vokabelwissen der Jugendlichen abzufragen.
Beim Schreibteil dürfen sie sich eine Aufgabe aussuchen. Das kann beispielsweise ein letter ((in)formaler Brief), eine e-mail, ein diary entry (Tagebucheintrag), ein open ending (offenes Ende), eine summary (Zusammenfassung), ein article (Zeitungsartikel), comment (Kommentar) oder ein dialogue (Dialog) sein.
Wichtiger Tipp: Wenn in der Aufgabenstellung steht, dass etwas begründet werden muss, so sollten die Schüler (w/m/d) eine begründete Antwort (mit …, because ….) geben. Sie sollten immer auf den Inhalt, die Form und die eigene Stellungnahme achten. Eigene Stellungnahmen sollten argumentativ begründet werden. Hier hilft das „3B-Schema“: Behauptung (I think…), Begründung ( ,because), Beispiele (for example). Die gesamte Prüfung im Fach Englisch dauert 120 Minuten, wobei die Prüflinge hier noch zusätzliche 10 Minuten Bonus erhalten, um ihre eigene Prüfung noch einmal zu überarbeiten und Korrektur zu lesen.
Tipps:
Fächerübergreifend wird auch im Fach Mathematik auf die Rechtschreibung geachtet. Zudem müssen die Schüler die Aufgabennummer vor jeder Aufgabe schreiben, da sehr strenge Lehrer diese Aufgaben sonst nicht bewerten. Auf die Form und die Leserlichkeit muss geachtet werden, damit die Prüfer (w/m/d) die richtigen Ergebnisse erkennen. Hier gibt es Formpunkte, also muss auf Übersichtlichkeit, Ordnung und Sauberkeit geachtet werden.
* Irrtümer / Änderungen vorbehalten.
© D. Kolm
Die Prüfung ist in drei große Teile gegliedert.
Der 1. Teil der Prüfung (am PC) findet in der Mitte des 2. Ausbildungsjahres, nach circa 15 Monaten statt. Die Dauer der Prüfung beträgt 2 Zeitstunden (120 Minuten). Die Prüfung wird zu 25 % zur Gesamtnote gewichtet. Inhaltlich wird das Fach „Informationstechnisches Büromanagement” geprüft. Dazu zählen ausbildungsbezogene Aufgaben am PC, in der Textverarbeitung (MS Word) und in der Tabellenkalkulation (MS Excel). Die Prüflinge müssen zeigen, dass sie Büro- und Beschaffungsprozesse organisieren und kundenorientiert arbeiten können. Dazu zählt ebenso das Recherchieren, Dokumentieren und Kalkulieren. Die Prüfungskandidaten (w/m/d) sollten sich die Aufgaben genau durchlesen, die Dateien öfter zwischenspeichern, die vorgegebenen Dateinamen nutzen und auf die DIN 5008 achten.
Der 2. Teil der Prüfung (schriftlich) ist am Ende des 3. Ausbildungsjahres. Die Dauer der Prüfung beträgt insgesamt 210 Minuten, also 3,5 Stunden. Die Prüfung zählt zu 40 % zur Gesamtnote. Die Aufgaben sind ungebunden (offen) und gebunden (programmiert). Es werden berufstypische Aufgaben zu folgenden Themen gestellt:
- Wirtschafts- und Sozialkunde
Hier muss gezeigt werden, dass allgemeine, wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufswelt dargestellt und beurteilt werden können. Dieses Prüfungsthema dauert anteilig 60 Minuten und zählt 10 % zur Gesamtleistung. Das Fach ist in folgende Unterthemen gegliedert:
- Stellung, Rechtsform, Organisationsstruktur (40 %): Dazu zählen Zielsetzung, Aufgaben und Stellung des Ausbildungsbetriebes im gesamtwirtschaftlichen und -gesellschaftlichen Kontext, Rechtsformen, Investition und Finanzierung, sowie Unternehmensorganisation.
- Produkt- und Dienstleistungsangebot (20 %): Leistungserstellung, Wirtschaftssektoren, Marktpreisbildung, Markt- und Wettbewerbssituation und Konjunktur
- Berufsbildung (20 %): Ausbildungsvertrag, duales System, arbeits-, sozial- und mitbestimmungsrechtliche Vorschriften
- Sicherheit und Gesundheitsschutz (10 %): Gesundheit am Arbeitsplatz, Arbeitsschutz, Unfallverhütungsvorschriften, Verhalten bei Unfällen, Brandschutz
- Umweltschutz (10 %): Regelungen des Umweltschutzes, umweltschonende Energie- und Materialverwendung, Abfallvermeidung
- Zudem wird das Fach Kundenbeziehungsprozesse geprüft.
Die Dauer dieses Prüfungsteils beträgt anteilig 150 Minuten. Davon sind 90 Minuten (1,5 Stunden) offene und 60 Minuten (1 Stunde) gebundene Aufgaben. Die Auszubildenden (w/m/d) sollen dabei nachweisen, dass komplexe Arbeitsaufträge handlungsorientiert bearbeitet, Aufträge kundenorientiert abgewickelt, personalbezogene Aufgaben wahrgenommen und Instrumente der kaufmännischen Steuerung fallbezogen eingesetzt werden können.
Zur Prüfung zählen folgende Unterthemen mit ihrer jeweiligen Gewichtung:
kundenorientierte Auftragsabwicklung (anteilig 35 %): Kundenbeziehungen, Kommunikation (10 %), Auftragsbearbeitung und -nachbereitung (25 %)
- personalbezogene Aufgaben (30 %)
- Kaufmännische Steuerung (KSK) (Rechnungswesen) (35 %)
Information, Kommunikation, Kooperation (die Gewichtung ist in den anderen Prüfungsthemen enthalten)
Tipps:
- Die Linien sind für die offenen Antworten vorgegeben und sollten komplett ausgefüllt werden.
- Die Belege der Aufgaben sollten genutzt werden. So können diese beispielsweise bei der Beantwortung stellenweise zitiert werden.
- Bei Buchungen müssen die Nummern der Konten aus dem Kontenplan entnommen werden.
- Auf dem Deckblatt befinden sich extra Lösungsbogen mit genauer Ausfüllanleitung.
Der 3. Teil der Prüfung bzw. der mündliche Teil der 2. Prüfung, dauert nur 20 Minuten und beinhaltet zwei Wahlthemen. Diese Prüfung zählt zu 35 % zur Gesamtnote. Hier müssen die Prüflinge zeigen, dass sie berufstypische Aufgabenstellungen erfassen, Probleme und Vorgehensweisen erörtern, sowie Lösungswege entwickeln, begründen und reflektieren; kunden- und serviceorientiert handeln, betriebspraktische Aufgaben unter Berücksichtigung wirtschaftlicher, ökologischer und rechtlicher Zusammenhänge planen, durchführen und auswerten, sowie Kommunikations- und Kooperationsbedingungen berücksichtigen.
Die Art der Prüfung kann frei gewählt werden:
Entweder nutzt man das fallbezogene Fachgespräch, die klassische Variante. Hier erhält der Prüfling (w/m/d) eine Aufgabe zu seinen Wahlthemen. Die Vorbereitungszeit dafür beträgt circa 20 Minuten. Anschließend findet das Prüfungsgespräch 20 Minuten lang statt. Hier werden Fragen zur Aufgabe und zum Wahlthema beantwortet.
Oder
der Auszubildende (w/m/d) wählt die Report-Variante. Den Report zu den beiden Wahlthemen, in Verbindung zum eigenen Ausbildungsbetrieb, dürfen die Prüflinge vorab schreiben. Der Report sollte 3 Seiten nicht überschreiten und wird circa drei Minuten vorgetragen. Anschließend findet in der restlichen Zeit (17 Minuten) das Prüfungsgespräch zum Report, Ausbildungsbetrieb und Wahlthema statt.
Wichtig: Externe Prüflinge müssen sich für die klassische Variante entscheiden!
Am Ende der letzten Prüfung wird Ihnen das (hoffentlich) bestandene Prüfungsergebnis mitgeteilt. Ansonsten haben Sie die Möglichkeit auf eine mündliche Ergänzungsprüfung (Prüfungsstoff Teil 2 schriftlich) oder Sie können ein Ausbildungsjahr wiederholen.
Zudem haben Sie die Möglichkeit, eine Zusatzqualifikation in Business-English zu erwerben. Dies gilt aber nicht für externe Prüflinge!
Bei Fragen helfen wir euch gerne weiter!
*Irrtümer vorbehalten. Wir nutzen zum besseren Verständnis häufig die maskuline Form, meinen aber auch die feminine und diverse Form.
Quelle: Sieber, Michael (2022), Prüfungswissen Kompakt, Kaufmann / Kauffrau für Büromanagement, Westermann, 5. Auflage
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13 wertvolle Tipps zur gestreckten Abschlussprüfung Teil 1 zum Kaufmann / zur Kauffrau (w/m/d) für Büromanagement (praktisch am PC in Word und Excel)
- LERNT RECHTZEITIG!!! Die Prüfung schreibt man nicht einfach mit links! Es gibt sehr vieles zu beachten und zu berücksichtigen, was in der Prüfung vergessen werden könnte! Lernt vor allem das schreiben an der Tastatur mit dem 10-Finger-System (kannst du auch bei uns erlernen oder siehe in unserem Shop)! Damit seit Ihr den anderen von der Schnelligkeit bei den „Abschreibeaufgaben” voraus und habt mehr Zeit zum Nachdenken, wenn es beispielsweise um komplizierte Formeln in Excel geht!
- Nimmt alle Unterlagen mit! Dazu zählen die Prüfungseinladung, einen Kugelschreiber, einen Textmarker, die unkommentierte (also ohne Notizen) DIN 5008:2020, euren Personalausweis und evtl. eine Brille, ein Getränk und etwas zum Essen (Snack). Achtung: Handys bleiben während der gesamten Prüfung aus!
- Kommt ausgeschlafen und pünktlich zur Prüfung! Stellt am besten mindestens 2 Wecker so ein, dass ihr spätestens 15 Minuten vor der Prüfung anwesend seid!
- Kommt euer Prüfer oder eure Prüferin zu spät, so macht euch keine Sorgen! Ihr habt in jedem Fall 120 Minuten Zeit für die Prüfung!
- Hört genau eurer Lehrkraft zu, wie die Dateien gespeichert werden müssen (genauer Dateipfad) und wo der Nüra-Ordner hinterlegt ist.
- Orientiert euch erst einmal in Word und Excel. Vielleicht ist der Bildschirm anders als ihr es gewohnt seid (z. B. alt-quadratisch, statt rechteckig). Zudem könnte es sein, dass einige Symbole etwas anders angeordnet sind. Also schaut euch erst einmal grob um!
- Die Aufgabenblätter werden ausgeteilt. Kontrolliert diese bitte auf Vollständigkeit! Normalerweise ist es ein Briefumschlag, eine Aufgabenstellung (mit mehreren Aufgaben!), eine Anlagensammlung und einige Notizzettel, also vier Unterlagen insgesamt.
- Schreibt überall euren Vornamen, Nachnamen, IHK-Nummer und eure Prüfungsnummer drauf. Die Nummern befinden sich auf der Einladung.
- Lest euch alles ordentlich durch.
- Bearbeitet die Aufgaben Schritt für Schritt. Wenn Ihr bei einer Aufgabe absolut nicht weiter kommt, dann macht die nächste Aufgabe! Sonst fehlt euch am Ende wertvolle Zeit!
- Die Prüfung besteht meistens aus drei bis vier Aufgaben. Dividiert also 120 Minuten Prüfungszeit durch die Anzahl der Aufgaben. Dann wisst ihr, wie viel Zeit ihr pro Aufgabe verwenden solltet.
- Lest euch jede einzelne Aufgabe ganz genau durch und überlegt was ihr machen müsst!
- Nach den 120 Minuten bleiben noch ca. 2 Minuten zum Ausdrucken. Ihr müsst jeden Zettel mit eurem Namen unterschreiben.
Falls Ihr Fragen habt oder Hilfe bei der Prüfungsvorbereitung benötigt,
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43 Tipps zur gestreckten Abschlussprüfung zur Kauffrau / zum Kaufmann für Büromanagement Teil 2 (schriftlich)
- Lerne, wiederhole den Lernstoff, teile den Lernstoff ein, LERNE!
- Gehe früh genug am Vorabend der Prüfung ins Bett und stelle mindestens 2 Wecker!
- Packe deine Sachen für die Prüfung (Prüfungseinladung der IHK (hier steht die IHK-Nummer und deine Prüflingsnummer drauf), Personalausweis, mindestens 2 Kugelschreiber, mindestens 1 Taschenrechner (falls Batterie leer oder Solar nicht funktioniert), evtl. eine Brille, Wasser zum trinken, Essen (bzw. Snack).
- Handys bleiben während der gesamten Prüfung aus und werden auf dem Pult der Prüfer gelegt.
- Fahre eine Woche vorher die Strecke ab, damit du den Weg kennst und keine plötzlichen Baustellen dich aufhalten.
- Suche den Prüfungsraum, damit du nicht am Tag der Prüfung in Stress gerätst, weil du plötzlich in ein anderes Gebäude musst.
- Nutze dein Navi / Handy.
- Gehe mindestens 15 Minuten früher zur Prüfung!
- Die große Prüfung Teil 2 ist nochmal unterteilt in Teil 1 Kundenbeziehungsprozesse und Teil 2 Wirtschafts- und Sozialkunde (WISO).
- Für den 1. Teil hast du 150 Minuten, also 2,5 Stunden Zeit und für den 2. Teil 60 Minuten, also eine Stunde.
- Die Prüfung dauert also insgesamt 3,5 Stunden.
- Aber: zwischen Teil 1 und 2 hast du 30 Minuten Pause, also eine halbe Stunde.
- Du wirst vermutlich einen Einzelplatz bekommen. Suche dir am besten einen Platz am Fenster, für frische Luft.
- Der Prüfer / Lehrer/-in fragt, ob alle die Prüfung antreten möchten oder sich nicht gut fühlen. (Falls jemand krank ist, muss er / sie unbedingt einen Attest vom Arzt vorweisen! Sonst kann die Prüfung nicht wiederholt werden oder gilt als nicht bestanden!)
- Der Prüfer teilt die Umschläge mit den Prüfungen aus.
- Atme tief durch! Du schaffst das!
- Auf deren Kommando darfst du erstmal nur alle Aufgaben zum 1. Teil raussuchen. Also das Aufgabenblatt, die Anlagen, ein Konzeptpapier (für Notizen) und einen Lösungsbogen.
- Kontrolliere alle Bögen auf Vollständigkeit! Auf dem Aufgabenblatt steht die Anzahl der Aufgaben!
- Achtung! Der Lösungsbogen ist durchpauschbar (wie eine Quittung). Lege den Bogen am besten nach oben am Tisch, so dass du nur die Lösungen einträgst. Nutze ihn nicht als Tischunterlage, weil sonst die Durchschrift für die IHK verschmiert! Der PC kann den Bogen dann nicht richtig lesen, schlimmstenfalls droht eine 6!)
- Trage die Lösungen zuerst auf den Aufgabenzettel ein und nach jeder Aufgabe sofort auf den Lösungsbogen, damit du nicht durcheinander kommst.
- Schreibe ordentlich die Ziffern von 0 bis 9.
- Falls du dich verschreibst, kreuze die Lösung durch und schreibe das richtige Ergebnis genau unter dem Kästchen.
- Der Prüfer (Lehrer/-in) gibt die Zeit vor.
- Die Prüfung beginnt.
- Schreibe zuerst deinen Nachnamen, Vornamen, IHK-Nummer und Prüfungsnummer auf den Lösungsbogen und den Aufgabenbogen. Den vollständigen Namen vorsichtshalber auch auf den anderen Bögen.
- Lese dir alles genau durch! Das spart am Ende Zeit! Falls du bei einer Aufgabe nicht weiterkommst, dann schreibe die Nummer der Aufgabe auf Konzeptpapier, um am Ende darauf zurückzukommen, wenn noch Zeit bleibt.
- Bei Aufgaben mit wenig Punkten solltest du dich nicht zu lange aufhalten.
- Mache zuerst Aufgaben mit mehr Punkten, damit dir diese schonmal sicher sind!
- Lese dir die Aufgaben ganz genau, Wort für Wort durch!
- Schaue, ob etwas dick unterstrichen ist!
- Manchmal sind die Informationen nicht direkt bei der Aufgabe, sondern in der Aufgabensituation (grau hinterlegt), in der Aufgabenstellung davor oder in der Anlage und dort bei den Belegen.
- Schreibe immer in ganzen Sätzen!
- Schreibe die Formeln in ganzen Wörtern auf und setze dann die Zahlen ein! Falls du dich verrechnest, erhältst du so wenigstens Teilpunkte!
- Gebe alles richtig in den Taschenrechner ein!
- Bei Rechenaufgaben hat der Lösungsbogen immer genau so viele Kästchen, wie das Ergebnis Ziffern hat.
- Manchmal gibt es indirekte Tipps in der Folgeaufgabe.
- Bei den Buchungsaufgaben ist die Anzahl der maximal zu nutzenden Konten vorgegeben!
- Schreibe ordentlich! Dann kannst du alles richtig lesen, aber auch der Prüfer!
- Wenn dir am Ende noch Zeit bleibt, bleibe bis zum Ende im Raum, um noch einmal alles ordentlich durchzulesen und evtl. zu korrigieren. Nutze die Zeit! Das kann eine Note ausmachen!
- Anschließend folgt Teil 2 mit WISO. Hier kannst du etwas beruhigter sein, weil du den 1. Teil jetzt schon hinter dir hast und es meistens nur hauptsächlich nur noch Ankreuzaufgeben sind. Lese dir aber wieder alles ordentlich bis zum Ende durch, bevor du etwas ankreuzt! Manchmal ist ein Satz darunter noch besser als Lösung geeignet!
- Wichtig: Auch wenn du absolut keinen Plan hast, kreuze immer etwas an! Bei 5 Möglichkeiten, hast du eine 20 % Wahrscheinlichkeit / Chance auf die richtige Lösung! Ohne Kreuz wären es 0 Prozent!
- Schreibe immer eine Lösung auf und nutze die gesamten vorgegebenen Linien!
- Fertig und bestimmt bestanden! ;)
Falls Ihr Fragen habt oder Hilfe bei der Prüfungsvorbereitung benötigt,
*Irrtümer vorbehalten.
© D. Kolm
19 Tipps für die mündliche Abschlussprüfung zur Kauffrau / zum Kaufmann für Büromanagement
- Lernt mindestens (!!!) 2 Wochen vorher
- Gute Azubis fangen meist direkt nach der schriftlichen Prüfung an, für die Mündliche zu lernen (ca. 6 Wochen vorher)
- Bereitet den Lernstoff in beiden Wahlqualifikationen richtig auf
- Macht euch einen Lernplan
- Im Fachgespräch müsst ihr ein Gespräch führen
- Ablauf des Gesprächs: Planung, Durchführung, Rahmenbedingungen und Kontrolle
- Kleidet euch im Businessstyle (Hosenanzug oder Jeans mit Hemd/Bluse, Lederschuhe)
- Seid pünktlich!
- Nicht spicken!
- Fahrt am besten eine zusätzliche Stunde im Voraus, falls es plötzlich Staus/Unfälle gibt
- Die Prüfung ist meistens an einem anderen Ort. Fahrt die Route eine Woche vorher ab, damit ihr den Weg kennt!
- Wenn ihr schon einmal da seid, könnt ihr direkt den Raum suchen, um am Prüfungstag keinen Stress zu haben.
- Keine Angst!
- Die Prüfer sind meistens nett und wollen, dass Ihr die Prüfung besteht!
- Die meisten Azubis wählen die Wahlqualifikation: Sekretariat und Assistenz, da diese laut den meisten Azubis am einfachsten ist, weil sie die Lernfelder 2, 12 und 13 beinhaltet und ihr die Aufgaben praktisch jeden Tag im Unternehmen lernt!
- Zudem habt ihr die Lernfelder 12 und 13 meistens am Ende der Ausbildung und könnt euch noch gut daran erinnern.
- Lernfeld 2 zählt zu den Basics.
- DENKT AM TAG DER PRÜFUNG AN: die EINLADUNG der IHK, euren PERSONALAUSWEIS, KUGELSCHREIBER, TASCHENRECHNER, evtl. Wasser, Brille, etc.
- Wichtig: Externe Prüflinge erhalten die klassische Variante und keinen Report
Erfahrungsbericht klassische Variante und Report-Variante bei der gestreckten Abschlussprüfung Teil 2 zur Kauffrau / zum Kaufmann für Büromanagement
Morgens fahrt ihr bitte früher los, damit ihr pünktlich ankommt! Falls ihr nicht die erste Person seid, werden euch bereits glückliche Gesichter von bestandenen Azubis entgegnen, so dass euch schon einmal ein großer Stein vom Herzen fällt, da es so schwer ja dann doch nicht sein kann. Viele müssen ihren Taschenrechner gar nicht nutzen, obwohl dieser zu den Hilfsmitteln zählt. Wartet vor der Prüfungstür, bis ihr reingebeten werdet. Habt ihr eure Prüfung beispielsweise um 10 Uhr und es ist bereits 10 Uhr, dann würde ich vorsichtshalber an der Tür klopfen und nachfragen. Wenn ihr den Prüfungsraum betretet, dann lächelt bitte und begrüßt alle mit einem freundlichen „Guten Tag!“. Anschließend wird eure Identität anhand des Personalausweises und der Prüfungseinladung der IHK geprüft. Die Prüfer fragen euch ebenfalls, ob ihr euch gesundheitlich in der Lage fühlt, die Prüfung zu starten und ob es eine Befangenheit bei den Prüfern gibt (vielleicht ist ja eine Prüferin deine Ex-Schwiegermutter, dann kannst du eine andere Prüferin verlangen). Bei der klassischen Variante habt ihr kurz Zeit, euch zwei verschiedene Aufgaben zu einer Wahlqualifikation anzuschauen und euch eine auszusuchen. Beispielsweise ist es die Wahlqualifikation „Sekretariat und Assistenz“ und ihr könnt entweder eine Aufgabe zu einer Veranstaltung machen oder eine Aufgabe zur Terminkoordination. Nachdem ihr euch schnell für eine Aufgabe entschieden habt, habt ihr ca. 20 Minuten Zeit, um die Aufgabe zu bearbeiten. LEST DIE AUFGABE GENAU, WORT FÜR WORT! Haltet euch dabei an den Ablauf PLANUNG, DURCHFÜHRUNG, RAHMENBEDINGUNGEN und KONTROLLE. Falls ihr die Report-Variante gewählt habt, tragt euren Report mit eigenen Worten vor. Beachtet bei eurem Report, dass ihr euer Unternehmen kurz vorstellt und ihr euch ebenfalls an den Aufbau: PLANUNG, DURCHFÜHRUNG, RAHMENBEDINGUNGEN und KONTROLLE haltet. Ihr MÜSST den Report worüber ihr schreibt, auch wirklich selbst im Unternehmen durchgeführt haben und niemals einen Report von jemand anderen nutzen oder euch einfach etwas ausdenken. Die Prüfer merken alles und bewerten es dementsprechend! Anschließend werden euch Fragen zu eurer Aufgabe oder den Report gestellt. Die Fragen beziehen sich aber immer nur zu der Aufgabe oder den Report, also keine anderen Themen! Es werden eigentlich nur Verständnisfragen und tiefgreifendere Fragen zum Thema gestellt. Nach den 20 Minuten Prüfungsgespräch habt ihr schon alles geschafft! Durchatmen! Die Prüfer schicken euch kurz vor die Tür, um euer Ergebnis zu bewerten. Anschließend werdet ihr reingebeten.
„Herzlichen Glückwunsch Frau / Herr XY, Sie haben die Prüfung bestanden und x Punkte erreicht!” Ihr erhaltet eine Bescheinigung über die (nicht) bestandene Prüfung und dürft auf euer Zeugnis warten. Tipp: Falls ihr die Prüfung nicht besteht, habt ihr evtl. noch die Chance auf eine Ergänzungsprüfung oder eine Verlängerung der Ausbildung. Fragt dazu bitte eure Prüfer / Lehrer!
Du schaffst das!!!
Falls ihr weitere Fragen habt oder Hilfe benötigt, helfen wir euch gerne bei der Prüfungsvorbereitung weiter!
*Angaben ohne Gewähr.
aktualisiert: 15.06.2026
© Kolmpetent! D. Kolm
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